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Veröffentlicht am 09.06.2015 von Harry Pfliegl

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Barry White: der Mann mit dem Bass

Das absolute Markenzeichen von Barry White war die herausragende Basslage seiner Stimme, die im Intro des Songs Just The Way You Are besonders deutlich zu hören ist. Die Soulfans schätzten an seinen Songs vor allem das Gänsehaut-Feeling, während er die Kritiker aus einem anderen Grund begeisterte: Er galt als höchst professioneller Musiker, der seine Songs durchwegs selbst arrangierte.

Karrierestart mit elf Jahren

Barry White startete seine Karriere bereits 1955 mit elf Jahren, als er den R&B-Sänger Jesse Belvin auf dem Klavier begleitete. Zwar wurde er von seiner Mutter – einer Klavierlehrerin unterstützt – jedoch gestalteten sich die folgenden Jahre etwas holprig für ihn. Denn Barry White verließ zunächst die High School 1959 ohne Abschluss und wurde als 17jähriger verhaftet: Er war als Mitglied einer Bande beim Diebstahl von Autoreifen ertappt wurde.

Er sagte später, dass er im Gefängnis It´s Now or Never von Elvis Presley gehört habe, woraufhin er beschlossen habe, sein Leben zu ändern und nun eine musikalische Karriere zu starten. Er spielte Anfang der 1960er Jahre in verschiedenen Bands, allerdings unter dem Namen Berry Lee. Mit Love Unlimited, einer von ihm gegründeten weiblichen Gesangsgruppe, konnte Barry White sogar einige Erfolge feiern. Schon damals hatte Barry White die Songs selbst geschrieben, arrangiert und produziert. Den Durchbruch schaffte Barry White ebenfalls mit dieser Gruppe, als sich From A Girl´s Point Of View mehr als eine Million Mal verkauft hatte.

Namenswechsel zum richtigen Namen

Während Barry White zuvor unter seinem Künstlernamen gearbeitet hatte, wechselte er 1973 beim Album I´ve Got So Much To Give zu seinem richtigen Familiennamen, den er bis zu seinem Tod am 4. Juli 2003 beibehielt.

Der Ausnahmekünstler war gesundheitlichen Problemen erlegen, die ihn schon seit Jahren gequält hatten. Denn weil Barry White starkes Übergewicht hatte, litt er unter Diabetes und hohem Blutdruck. Barry White war Dialysepatient und hatte bereits auf eine Spenderniere gewartet, als er in Los Angeles an Nierenversagen gestorben war. Auf eine Bestattung hatten die Hinterbliebenen verzichtet. Stattdessen war Barry Whites Asche ins Meer vor Santa Monica verstreut worden.

Erst nach seinem Tod, nämlich 2004, wurde Barry White in die Dance Music Hall of Fame aufgenommen. Eine weitere Ehrung erfolgte ebenfalls Posthum. So wurde ihm im September 2013 der 2.506. Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood gewidmet.

Foto: von Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 – negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 927-0098 (Nationaal Archief) [CC BY-SA 3.0 nl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en)], via Wikimedia Commons

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