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Veröffentlicht am 30.07.2015 von Harry Pfliegl

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Earth, Wind and Fire: aus Zufall entstand eine Kultband

Seit der Disco-Ära gilt die von Maurice White gegründete Formation Earth, Wind and Fire als Kultband, die mehrere Musikrichtungen wie Soul, Funk, Fusion und Pop vereinigte. Damit zählt Earth, Wind and Fire zu den stilistisch vielfältigsten Bands, die ihre Blütezeit in den 1970er Jahren erlebte. Denn die Einflüsse von Earth, Wind and Fire stammen aus Funk und Soul ebenso wie aus der afrikanischen und der Pop-Musik. Von Anfang an galten die starke Bläsergruppe und der Falsett-Gesang Philip Baileys als besondere Markenzeichen von Earth, Wind and Fire.

Darum hat Maurice White Earth, Wind and Fire gegründet

Schon als Jugendlicher spielte Maurice White in verschiedenen Bands rund um Memphis, Tennessee. Nachdem er die Highschool abgeschlossen hatte, zog Whites Familie nach Chicago, wo sich für den jungen Musiker völlig neue Chancen ergaben. So begann er ein Studium am Chicago Conservatory of Music.

1967 stieg Maurice White als Drummer in Ramsey Lewis Jazz Trio ein, White wollte allerdings in einer größeren Besetzung spielen. Deshalb gründete er zwei Jahre später die Formation Salty Peppers, welche sogar einen Song bei Capitol Records veröffentlichen konnte. Ein eigenes Album konnte jedoch nicht verwirklicht werden. Deshalb und weil er mit der musikalischen Entwicklung der Salty Peppers unzufrieden war, gründete White schließlich 1970 die neunköpfige Formation Earth, Wind and Fire.

Der Weg zum Erfolg

Zwar konnten sich die ersten beiden Alben von Earth, Wind and Fire in den Charts platzieren, jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Dieser sollte sich erst ab 1975 einstellen, als Earth, Wind and Fire den Soundtrack zum Film That´s the Way of the World veröffentlichte, in welchem die Band auch selbst mitspielte. Beispielsweise eroberte die ausgekoppelte Single Shining Star die Charts in zahlreichen Ländern.

Den endgültigen Durchbruch feierte Earth, Wind and Fire ab 1977 auf dem Höhepunkt der Discowelle mit den Alben All´N´All und I Am. Acht Songs aus diesen beiden Alben wurden zu Top Hits, die sich auf den vordersten Plätzen in den Charts platzierten.

Nach dem Höhepunkt zieht sich der Gründer zurück

Fulminante Erfolge feierte Earth, Wind and Fire in den 1980er Jahren dank ihrer aufwändig produzierten Bühnenshows mit phantasievollen Kostümen und einer ausgefeilten Choreographie. Die große Ära von Earth, Wind and Fire endete allerdings 1998, weil Maurice White aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auftreten konnte. Zwei Jahre später, nachdem Earth, Wind and Fire in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, erklärte er, dass er an Parkinson leide.

Die Band wurde von den anderen Musikern fortgeführt, und auch Maurice White ist nach wie vor ein offizielles Mitglied von Earth, Wind and Fire. Er beschränkt seine Tätigkeit allerdings darauf, bei den Studioaufnahmen für neue Alben zu singen und diese zu produzieren.

Foto: von Thomas Andersen (uploaded by Cato Edvardsen) (Own work (author)) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) oder CC BY 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons

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