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Veröffentlicht am 10.06.2015 von Stefanie Loske

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James Brown – Godfather of Soul

Er ist einer der einflussreichsten afro-amerikanischen Musiker der Musik-Geschichte. Den Titel des Godfather of Soul trägt er zurecht.

Die jungen Jahre des James Brown

Am 3. Mai 1933 wird James Brown in Barnwell, South Carolina und ärmlichen Verhältnissen geboren. Als er vier Jahre alt ist, verschwindet seine Mutter, weshalb er bei seiner Tante aufwächst. Ende der 40er Jahre muss er wegen eines bewaffneten Überfalls ins Gefängnis, wirdaber nach vier Jahre unter Auflagen wieder entlassen. Die Familie vom Sänger Bobby Byrd gab ihm Unterstützung und nach seiner Entlassung sang er in der Gospel-Gruppe „The Flames“ von Byrd mit.

James Brown bei „The Flames“

Obwohl zu er Zeit Rock´n´Roll populär ist, ist ihre musikalische Orientierung der R´n´B. Den Song „Please Please Please“ nehmen sie 1955 bei einem Radiosender auf. Dabei wird der Produzent Ralph Bass auf ihn aufmerksam und ist begeistert von seinem leidenschaftlichen Gesang. Zudem beeindrucken ihn die schwierigen Harmonien der Backgroundsänger sehr.

Er nimmt„The Flames“ unter Vertrag und„Please Please Please“ schafft es bis auf Platz fünf der R´n´B Charts. Danach benennt sich die Bandum in„James Brown an the Famous Flames“. 1958 landen sie mit „Try Me“ einen weiteren Hit in den R´n´B Charts.

Musikalischer Stilwechsel

Mit „Prisoner of Love“ hat Brown dann 1963 seinen ersten Pop-Hit, wobei der eigentliche Durchbruch mit seinem Album„Live At The Apollo“, das über eine MillionenMal verkauft wird. Es hält sich über ein Jahr in den Albumcharts. Das Album bringt auch einen weiteren musikalischen Stilwechsel von Brown.Die Single„Out Of Sight“ vollzieht diesen Wechsel vollkommen.

Die Polyrhythmen(die Überlagerung mehrerer verschiedener Rhythmen bei mehrstimmigen Stücken)werden komplexer, Riffs, Breaks und Improvisationen werden verstärkt genutzt.

Das Live-Album und die Single„Out Of Sight“ veröffentlichte Brown bei einem anderen Label, da das altesich gegen das Album ausgesprochen hatte. Nachdem sich aber der kommerzielle Erfolg einstellt, wurde er bei seinem alten Label Kings Records wieder unter Vertrag genommen.

Die musikalische Entwicklung geht weiter

Danach folgen die Songs „Papa´s Got A Brand New Bag“ sowie „I Got You (I Feel Good)“, die beide ebenfalls erfolgreich werden. Auch sie führen Browns musikalische Entwicklung weiter. Sein Gesangsstil verändert sich, indem er kurze Phrasen aus Blues und Gospel verwendet und Laute wie„Ah“ und„Uh“ öfter nutzt. Der Klang der Songs wird wichtiger, die Texte rücken in den Hintergrund.

Sein Stil verändert sich 1967 ein weiteres Mal. Die weiteren Stücke basieren in langen Abschnitten bloß auf einem oder wenigen Akkorden mit freier Länge. Gefüllt werden diese mit kurzen Blues-Phrasen, Sprechgesang, improvisiertem Gesang oder den bereits von ihm genutzten Lauten.

Begründer des Funk

Damit begründet Brown den Funk. Auch seine Bandkollegen nehmen starken Einfluss darauf. Der Erfolg der Band kommt vor allem durch das Zusammenspiel der Band.

Mit dem Song„Say It Loud, I´m Black And I´m Proud“ landen sie wieder einen Nummer eins Hit in den R´n´B Charts. Brown greift die Anliegen der schwarzen Bevölkerung in dem Song auf.

Der Bruch in der Band

Zwischen James Brown und seiner Band kommt es Ende 1969 dann zu einem Bruch. Die Band wird kurzerhand durch die Peacemakers ersetzt, die sich nach einem Jahr jedoch wieder von Brown trennen. Danach schließt sich die Band, die JBs, wieder mit ihm zusammen.

Die Songs werden nun noch rhythmuslastiger. „Make It Funky“, „Hot Pants“ und „Get On The Foot“ werden allesamt Hits. Damit wird Brown zum Vorreiter der Dance Music.

Der Erfolg vergeht

Mitte der 70er Jahre ebbt sein Erfolg ab, weil er keine neuen Ideen aufweisen kann. Disco ist nun angesagt und sein Versuch mit dem 1979 veröffentlichten Album„The Original Disco Man“ mit dem Trend mitzugehen, scheitert. Einen kleinen Aufschwung erfährt er durch seinen Auftritt im Film „The Blues Brothers“ von 1980. Am Ende des Jahres hat er jedoch keinen Plattenvertrag mehr.

Nachdem Mitte der 80er Jahre der Hip Hop angesagt ist, werden viele JB Riffs gesampelt. 1984 nimmter die Platte„Unitiy“ auf und der Song„Livin‘ In America“ wird international ein Hit. Er ist auch der Titelsong des Films „Rocky IV“.

Danach hat er noch gelegentlich Platzierungen in den R´n´B Charts, wird 1989 jedoch wegen unerlaubten Drogen- und Waffenbesitz verhaftet, wodurch seine Karriere erneut unterbrochen wird.

Immer präsent

In den 90ern sind seine Lieder als Samples ständig präsent. Auch hat er immer wieder gute Live-Auftritte. Sein Einfluss auf die Musik wird so noch einmal für alle deutlich.

Bis heute gilt er als einer der bedeutendsten schwarzen Musiker der PopGeschichte. Seine Stücke gehören zu den meistgesampelten, die es gibt. Seine Diskografie ist genauso umfangreich wie unübersichtlich.

An Weihnachten 2006 verstirbt er im Krankenhaus an Herzversagen, nachdem er dort wegen einer Lungenentzündung eingeliefert wurde.

Photocredit: By Heinrich Klaffs [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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