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Veröffentlicht am 03.06.2015 von Harry Pfliegl

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Marvin Gaye: ein großer Künstler mit tragischem Ende

Der Soul- und R&B-Sänger Marvin Gaye zählt laut dem Magazin Rolling Stone zu den zehn besten Sängern aller Zeiten. Der Musiker aus Washington D.C. landete von den 1960ern bis in die frühen 1980er Jahre hinein regelmäßig Hits in den Charts. Sein Tod am 1. April 1984 erschütterte die Fans, denn Marvin Gaye war von seinem Vater erschossen worden. Nach seinem tragischen Tod erwiesen zahlreiche andere Musiker Marvin Gaye bis in die Gegenwart hinein ihre Referenz.

Die Anfänge von Marvin Gaye

Marvin Gaye, der aus einem konservativen Elternhaus stammte, sang bereits im Schulchor und lernte während der Schulzeit außerdem Schlagzeug und Klavier spielen. Nach dem erfolgreichen Schulabschluss trat er zunächst in die US-Luftwaffe ein und spielte nach der Militärzeit in verschiedenen Bands.

Nachdem Berry Gordy Marvin Gaye in bei einem Konzert in Detroit gehört hatte, nahm er den Sänger für Motown Records unter Vertrag. Die ersten drei Singles für Motown sollten sich allerdings als Flop erweisen. Erst mit den nächsten drei Singles gelangen Marvin Gaye erste Achtungserfolge.

Der Durchbruch und ein Imagewechsel

1963 gelang Marvin Gaye gelang mit Pride and Joy ein Hit, fühlte sich jedoch zunehmend in die Rolle eines romantischen Schnulzensängers gezwungen. Nach dem ersten Album-Charterfolg mit Together sang Marvin Gaye deshalb häufig im Duett, unter anderem mit Kim Weston, Tammi Terrell und Mary Wells.

Nachdem Marvin Gaye in den 1960ern mit I Heard It Through the Grapevine sein bis dahin größter Hit gelungen war, erschien 1971 das Album What´s Going On. Dieses gilt als weltbekanntes Soulalbum, weil hier auch Elemente aus Klassik und Jazz verwendet wurden und diverse aktuelle politische Entwicklungen wie der Vietnamkrieg thematisiert wurden.

Abstieg, Comeback und Tod

Nach seiner gescheiterten Ehe schien Marvin Gaye ab Mitte der 1970er Jahre den Zenit seines Erfolges überschritten zu haben. den letzten großen Auftritt hatte er beim Montreux Jazz Festival 1980, während die nächste Single floppte. Er zog 1981 nach Belgien, um sein Comeback vorzubereiten. Das Album Midnight Love erschien 1982 bei Columbia Records und enthält mit Sexual Healing einen der bekanntesten Hits von Marvin Gaye.

Seine seit Jahren bestehende Kokainabhängigkeit machte Marvin Gaye zunehmend zu schaffen, weshalb er im Sommer 1983 wieder zu seinen Eltern. Es kam jedoch des öfteren zu Streitigkeiten mit seinem Vater, woraufhin Marvin Gaye regelmäßig mit Suizid drohte. Die Spannungen eskalierten so sehr, dass Marvin Gaye einen Tag vor seinem 45. Geburtstag während eines Streites von seinem Vater erschossen wurde. Dieser wurde zu einer Bewährungsstrafe wegen Totschlags verurteilt.

Foto: von gordon banks (my archives) [Public domain], via Wikimedia Commons

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