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Veröffentlicht am 05.10.2016 von Johannes R. Buch

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Prince

Prince ist ein US-amerikanischer Sänger, Komponist, Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist. Seit 1978 im Showbusiness prägte der Musiker v.a. die 80er mit seinem Sound, der von R&B, Funk, Soul, Pop und Rock über Blues bis hin zum Jazz reicht. Der Entertainer erster Güte schreibt seine Liedtexte nicht nur selbst, er spielte auf den meisten seiner Platten sogar alle Instrumente eigenhändig ein.

Kindheit

Prince Rogers Nelson wurde am 7. Juni 1958 im US-Bundesstaat Minnesota geboren. Benannt wurde er nach dem Bühnennamen seines Vaters „Prince Rogers“, welcher auf lokalen Bühnen als Jazz-Pianist spielte. 1956 lernt er die Jazzsängerin Mattie Della Shaw kennen, engagiert sie in seiner Band und heiratet sie ein Jahr später. Das Ehepaar zog insgesamt acht Kinder aus drei verschiedenen Beziehungen groß, bis sie sich 1965 trennen. Prince, der vorerst bei seiner Mutter blieb konnte seinen späteren Stiefvater nicht leiden und zog mit 12 Jahren zu seinem leiblichen Vater. Dieser wirft seinen Sohn aber nur zwei Jahre später aus dem Haus, weil dieser sich mit einem Mädchen traf. Danach wohnte Prince bei seiner Tante und machte 1976 seinen Abschluss an der Central Highschool. Wenig später hatte er seine eigene Wohnung in Minneapolis.

Musikalische Anfänge

Der Vater John Lewis Nelson hinterließ ein Klavier als dieser von seiner Familie wegzog. Prince nutzte die Gelegenheit um Klavier spielen zu lernen. Zusammen mit André Anderson lernte Prince Gitarre, E-Bass, Keyboard, Schlagzeug und später auch Synthesizer zu spielen. Zusammen mit noch einem Cousin 2. Grades von Prince gründeten die drei ihre erste Band namens Phoenix. Prince übernahm dabei den Gesang und die Gitarre. 1975 wurde Prince als Studiomusiker von Pepé Willie engagiert und nahm mit 94 East verschiedene Songs auf, die erst 1986 azf den Album Minneapolis Genius veröffentlicht wurden.

Fortan beschäftigte sich Prince, der begann in mehreren Bands zu spielen auch mit Tontechnik. 1976 wurde Owen Husney, Besitzer einer Werbeagentur in Minneapolis per Vertrag der erste Manager von Prince. Am 25. Juni 1977 unterzeichnet Prince seinen ersten Vertrag bei Warner Bros. Records, der ihm 180.00 US-Dollar für seine ersten drei Alben zusicherte. Bis 1999 stand Prince bei der Plattenfirma unter Vertrag.

Der internationale Durchbruch

Alles fing an als MTV das Musikvideo von Prince Single „1999“ in sein Programm aufnahm. Daraufhin konnten sich das Album sowie zwei Singleauskopplungen in den Top-Ten der US-Charts wiederfinden. Doch mit seiner Band kam es hinter der Bühne immer öfter zu Spannungen. Prince ließ sich von seinem Bodyguard abschirmen und sah die anderen Bandmitglieder nur noch auf der Bühne. Im August präsentiert sich Prince mit neuer Begleitband namens „The Revolution“. Daraufhin folgt 1984 Prince erfolgreichstes Album „Purple Rain“, welches sich 24 Wochen ununterbrochen auf Platz 1 der US-Albumcharts befindet. Die gleichnamige Tournee wird die erfolgreichste seines Lebens. Der Musikfilm „Purple Rain“ erhält einen Oscar. Auch in anderen Ländern ist der Musiker sehr erfolgreich mit seiner Platte. Inzwischen legt Prince sehr viel Wert auf Choreographien und zumeist eigenwillige Bühnenoutfits. Bei den American Music Awards gewinnt Prince in gleich drei Kategorien. Bei dem Charity-Musikprojekt „We are the World“ wird dem Künstler im gleichen Jahr ein Platz in dem Studio Micheal Jackson gesichert, dieser erscheint aber gar nicht erst. Fortan gilt Prince als Egozentriker. Stattdessen steuerte Prince einen eigenen Song bei. Es folgen zwei weitere Alben mit „The Revolution“ die u.a. auch die weltweit bekannte Single „Kiss“ enthalten. Es folgt ein weiterer Kinofilm mit Prince namens „Under the Cherry Moon“ im Jahre 1986.

Höhepunkt der Karriere und Namensänderung

Im März 1987 erscheint das Album „Sign o´ the Times“, welches Kritikern zufolge den Höhepunkt von Prince Karriere markiert. Auf eine Tournee geht der Künstler anschließend nicht, eröffnet stattdessen sein privates Musikstudio für rund 10 Millionen US-Dollar. Das „Black Album“ welches 1987 erscheinen sollte rief Prince eine Woche vor deren Auslieferung zurück. Es erschien erst 1994. Prince seine Gründe für die Rückrufaktion war anscheinend seine spirituelle Auseinandersetzung mit dem Tod und dem was man zuletzt hinterlässt. Daraufhin sinkt die Popularität von Prince in den Staaten, steigt dafür aber umso mehr in Europa. „Lovesexy“ ist das erste Prince-Album welches sich woanders besser verkauft als in der Heimat. 1989 kehrt Prince mit dem Soundtrack für den Kinofilm Batman zurück und landet damit erneut auf Platz 1 der US-Charts. Das Album und der gleichnamige Musikfilm „Graffiti Bridge“ im Jahr 1990 floppen, woraufhin der Musiker sein komplettes Management entlässt und fortan seine Geschäfte in Eigenregie abwickelt. 1991 landet Prince neben „Purple Rain“ mit „Diamonds and Pearls“ seinen zweitgrößten Erfolg. Mit seiner neuen Band „The New Power Generation“ kam es erneut zu Spannungen, da Prince lieber in der Limousine mit Tänzerinnen Platz nahm, während die Band regulär im Tourbus fuhr. „Love Symbol“, das nächste Studioalbum erreicht nur mäßige Verkaufszahlen, was zudem zu Spannungen zwischen Prince und seiner Plattenfirma führte.

Die namenslose Zeit bis heute

Prince gab an seinem 35. Geburtstag per Pressemitteilung bekannt, er wolle fortan den Künstlernamen eines unaussprechlichen Symbols annehmen. Es folgt die größte Krise in Prince seiner Karriere, der sich von seiner Plattenfirma um seine Songrechte betrogen fühlte. Er beginnt seine neuen Alben von anderen Firmen wie EMI oder Arista Records rauszubringen. Im August 1997 trifft Prince auf Bassist Larry Graham und konvertiert ebenso zu den Zeugen Jehovas. Am 31. Dezember endete der Vertrag von Prince mit Warner Bros. Records, welcher im Januar 2000 seinen ursprünglichen Namen annimmt. Weitere Alben von dem Künstler sind fortan als Download erhältlich. Im Jahr 2006 wird er dafür mit dem Webby Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Nachdem es das letzte Jahrzehnt eher ruhig um den namenslosen Künstler wurde schaffte er 2004 sein Comeback, als er zusammen mit Beyonce Knowles seinen Hit „Purple Rain“ bei der Grammy-Verleihung performte. Die folgende Platte „Musicology“, welche erstmals wieder konventionelle Vertriebswege mit neuem Major-Label Columbia Records nahm, erreichte Doppel-Platinstatus und wurde mit zwei Grammys ausgezeichnet. Danach folgten weitere Alben und ein Auftritt beim Super Bowl XLI vor über 140 Millionen Fernsehzuschauern. Im Jahr 2014 kehrte Prince sogar für 12 Monate zu Major-Label Warner Bros. Records zurück.

Die Musik des Prince

Seine Texte sind anzüglich, handeln auch mal von Masturbation und Oral-Sex, von Lesbensex oder Inzest. Auch politische Inhalte finden in seinen Texten Platz, werden dabei aber ohne Wertung gehandelt. Charakteristisch ist sein zuweilen hoher Falsettgesang. Prince ist und bleibt ein Rebell der Musikbranche, lässt sich in keine Schranken weisen, trifft jedes Fettnäpfchen und riskiert Einiges. Miles Davis sagte über den Musiker einmal: „Sie würden staunen, wie viel Prince über Musik weiß. Und er spielt so gut, wie jeder Jazzmusiker, den ich kenne“.

photocredit:By Nicolas Genin from Paris, France [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

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